Bis zu 95 % Provision: Wie sich Ihre Auszahlung zusammensetzt
Was zahlt die Bank, was bleibt bei Ihnen und welche Faktoren bestimmen die Auszahlungsquote? Ein sachlicher Blick auf das Provisionsmodell für Vermittler.
Die Provision ist für Baufinanzierungsvermittler die zentrale Ertragsgröße. Trotzdem bleibt für viele unklar, wie sich der Betrag, der am Ende auf dem Konto landet, tatsächlich zusammensetzt. Zwischen der Vergütung der Bank und Ihrer Auszahlung liegen mehrere Stufen, die je nach Plattform oder Pool unterschiedlich ausfallen.
Über iBaufi ist eine Auszahlung von bis zu 95 % der Provision möglich. In diesem Beitrag schlüsseln wir auf, woraus sich dieser Wert ergibt, welche Stellschrauben es gibt und worauf Sie beim Vergleich verschiedener Modelle achten sollten.
Wer die Provision zahlt
In der Baufinanzierung wird die Vermittlungsprovision in der Regel von der finanzierenden Bank getragen, nicht vom Endkunden. Die Bank vergütet damit, dass ihr ein passender Finanzierungsfall vermittelt wurde. Die Höhe orientiert sich i.d.R. am Darlehensvolumen und wird als Prozentsatz davon berechnet. Dieser Satz unterscheidet sich von Institut zu Institut und von Produkt zu Produkt.
Für Sie als Vermittler ist deshalb nicht nur entscheidend, welcher Satz vereinbart ist, sondern auch, wie viel von diesem Satz nach allen Zwischenstufen bei Ihnen ankommt. Genau hier liegt der Unterschied zwischen den Modellen.
Die drei Bausteine der Auszahlung
Die Grundlage. Die Bank vergütet die Vermittlung mit einem Satz, der sich am Darlehensvolumen orientiert und je nach Produkt und Institut variiert.
Der Anteil der Bankprovision, der an Sie weitergegeben wird. Über iBaufi sind bis zu 95 % möglich, abhängig von Volumen und Vereinbarung.
Ein üblicher Anteil wird als Rückstellung einbehalten, um spätere Stornierungen abzudecken, und nach Ablauf der Haftungszeit aufgelöst.
Die Auszahlungsquote ist der Hebel, an dem sich Modelle am stärksten unterscheiden. Bei einer Bankprovision von beispielsweise einem Prozent auf 350.000 Euro entsteht eine Bruttoprovision von 3.500 Euro. Ob davon 80 oder 95 Prozent bei Ihnen ankommen, macht pro Fall mehrere Hundert Euro aus. Über das Jahr und über viele Finanzierungen summiert sich dieser Unterschied erheblich.
Beispielhafte Provisionsstaffel
Die Auszahlungsquote kann mit steigendem Volumen zunehmen. Die folgenden Werte sind beispielhaft und dienen ausschließlich der Veranschaulichung.
| Jährliches Volumen | Auszahlung (Beispiel) |
|---|---|
| Einstieg | bis zu 85 % |
| mittleres Volumen | bis zu 90 % |
| hohes Volumen | bis zu 95 % |
Ein Mindestumsatz ist dafür nicht erforderlich. Auch der Einstieg ist möglich, ohne eine bestimmte Zahl erreichen zu müssen, und eignet sich daher ebenso für nebenberuflich tätige Vermittler. Ihre konkrete Quote ergibt sich aus der Vereinbarung und kann von den Beispielwerten abweichen.
Die Stornoreserve verstehen
Ein Teil der Provision wird zunächst zurückgehalten. Hintergrund ist, dass eine Finanzierung in den ersten Jahren noch storniert oder umgeschuldet werden kann. Tritt das ein, wird die anteilige Provision zurückgefordert. Die Stornoreserve dient als Puffer dafür. Nach Ablauf der Haftungszeit wird der einbehaltene Betrag in der Regel ausgezahlt. Für Ihre Liquiditätsplanung ist es sinnvoll, diesen Mechanismus von Beginn an einzukalkulieren, statt mit der vollen Bruttoprovision zu rechnen.
Häufige Fragen
Wann wird die Provision ausgezahlt?
Üblicherweise nach Valutierung des Darlehens, abzüglich der Stornoreserve, die nach der Haftungszeit aufgelöst wird.
Ist die Höhe garantiert?
Nein. Alle genannten Werte sind Beispiele. Die konkrete Höhe hängt von Bank, Produkt und Vereinbarung ab.
Wie berechne ich meine Auszahlung schnell?
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